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Ritter von Ehrenberg

Kämpfer, Helden und Beschützer

Einer fremden Macht unterwerfen - nicht mit den Ehrenbergern! Als ein Unterlehen des Pfalzgrafen Hermann von Stahlheck wollte man die Ehrenburg 1161 nach Christus an die Ritter von Ehrenberg abgeben. Doch diese Ritter unterwarfen sich nicht und beanspruchten die Burg als ihr eigenes Herrschaftsgebiet.

Sie unterwarfen sich auch nicht als im frühen 14. Jahrhundert Balduin von Luxemburg, Erzbischof und Kurfürst von Trier, begann, sein Territorium bis nach Koblenz hin zu erweitern und abzusichern. Die freie Reichsritterschaft und mit ihnen die Ritterschaft von Ehrenberg widersetzten sich diesen Bestrebungen. Zusammen mit den Burgen Waldeck, Schöneck und Eltz bildeten die Ritter von Ehrenberg ein Schutz- und Trutzbündnis gegen den Kurfürsten (besser bekannt als die sog. "Eltzer Fehde"). 1331 begann Balduin mit der Niederwerfung dieses Bündnisses.

Zunächst versuchte Balduin mit Hilfe des ersten nachgewiesenen Kanonenangriffes die Burg Eltz von der Westseite her im Sturm zu erobern. Die ältesten erhaltenen Kanonenbolzen der Welt künden noch heute von diesem militärgeschichtlich denkwürdigen Ereignis. Nachdem dieser Angriffsversuch misslang ließ Balduin gegenüber von Burg Eltz eine Belagerungsburg bauen – die Trutz (Baldeneltz). Von dort wurde die Burg Eltz durch Katapulte mit Steinkugeln beschossen, eine damals übliche Kriegstechnik. Die Belagerung dauerte mindestens vier Jahre. Ob die Anlage im Sturm erobert oder erst nach längerer Belagerung eingenommen wurde, ist nicht bekannt. Auch Verhandlungen könnten zur Beendigung der Fehde geführt haben. Im Jahre 1336 wurde schließlich der Eltzer Frieden (sog. "Eltzer Sühne") zwischen dem Erzbischhof und den Rittern von Waldeck, Schöneck, Ehrenburg und Eltz geschlossen.

Die Ritter von Ehrenberg waren nicht mit allen wohlgesonnen. Auch vor der Festung Coblenz schreckten sie nicht zurück. Die Ehrenberger standen mit den Bürgern von Coblenz in Fehde und zerstörten dort 1397 mehr als 200 Häuser. Dieser Angriff stellt zugleich einen der größten Angriffe auf das Stadtgebiet von Coblenz dar.

Selbstverständlich stand das Tal der Ehrenburg und insbesondere das auf alten römischen Ruinen erbaute Brodenbach unter der Verwaltung der Ehrenberger. Die Bürger von Brodenbach standen lange unter der Herrschaft der Ehrenburg. Diese Herrschaft über Brodenbach dauerte bis Ende des 18. Jahrhunderts (ca. 1798) an.